Mittwoch, 15. August 2012

Was nicht so gut lief

Dies ist der Erste einer kleinen Reihe von Rückblicksartikeln, die ich teilweise schon länger vorbereitet.

Während der letzten Woche habe ich so einiges verloren:
  • Deutschland-farbenes Cappy, in San Francisco im Hostel vergessen,
  • Vorhängeschloss, ging vermutlich auf dem Weg nach Napa verloren, als meine linke Gepäckträgertasche kaputt ging,
  • schwarzes T-Shirt, entweder in San Francisco oder in Napa, wieder aufgetaucht beim Waschtag in Delta
  • Radbrille, bin ich am Lake Folsom mit meinem Rad drüber gefahren, die zweite habe ich dann zu weit aufgebogen beim Aufsetzen (irgendwo in Wisconsin, glaube ich)
  • Netbooktasche, vermisse ich seit dem 17.06. morgens in Ely, könnte ich in Eureka verloren haben,
  • inzwischen vermisse ich zwei Radsocken (eine schon seit geraumer Zeit), die zweite seit dem Waschtag in Lander, sind in Fair Haven vermutlich doch wieder 7 Socken
  • Netbook fallengelassen in Buffalo, zum Glück nur ein paar Kratzer
  • Beim Suchen nach einer Möglichkeit zum Verschicken des Anhängers habe ich die zugehörige Ersatzachse verloren (neu, etwa 30 EUR wert). 

Reparaturen / Defekte:
  • Platfuß hinten, San Francisco Flughafen, California
  • Schaltkabel, vorne, abgerissen in San Francisco, California
  • Plattfuß BOB Yak in Sand Flat, California
  • Platfuß hinten, Highway 50 zwischen Dayton und Silver Springs, Nevada
  • Zeltnagel, von mir umgetreten (zerbrochen) in Baker, Nevada
  • Platfuß hinten, Springville, Utah
  • Platfuß hinten, Diamondville, Wisconsin
  • Zeltnagel, von mir umgetreten (verbogen) in Lander, Wyoming 
  • 2x Plattfuß BOB Yak und defekte Luftpumpe zwischen Buffalo und Gillette, Wyoming
  • 4x Plattfuß hinten und defekter Reifen auf Etappe 31+32
  • 2x Plattfuß hinten auf Etappe 34
  • Plattfuß hinten auf Etappe 36
  • Schaltkabel hinten abgerissen in Sioux Falls, South Dakota
  • 4x Plattfuß hinten auf Etappe 40
  • Inzwischen habe ich noch mehr Zeltnägel umgetreten.
  • Plattfuß BOB Yak und Plattfuß hinten auf Etappe 43
  • Plattfuß hinten und Wechsel Reifen/Schlauch vorn auf Etappe 48
  • Plattfuß hinten auf Etappe 49
  • Plattfuß vorn und hinten auf den letzten 2 km der 59. Etappe
In Summe sind das 2x Schaltkabel und bei Schläuchen 19x hinten, 2x vorn und 4x Anhänger (bei insgesamt 7 verwendeten Reifen, davon die ersten vier bereits älter).

An manchen Stellen war meine Planung zu schlecht:
  • 7. Etappe war nicht als Doppeletappe geplant und ist viel zu hart (und teuer) geworden
  • 14. Etappe habe ich mich zu häufig verfahren (etwa 20 km extra)
  • 41. Etappe habe ich mich ziemlich heftig verfahren.
Gesundheit:
  • Sonnenbrand in San Francisco (insgesamt habe ich nur 3 Flaschen Sonnencreme verbraucht; der Verbrauch war zuletzt deutlich niedriger)
  • Fußpilz in der zweiten Woche (hatte ich erwartet und vorsorglich Medikamente mit genommen)
  • mein linkes Knie schmerzte im östlichen Wyoming hin und wieder
  • leichter Durchfall (zum Glück nur abends) in South Dakota und Minnesota
  • in South Dakota, Minnesota und Iowa (etwa die Etappen zwischen Rapid City und Austin) fühlte sich mein rechtes Knie auf den ersten 5 km seltsam an, wie als würde etwas zwischen dem Kniegelenk klemmen, nach ein paar Dehnungen oder Kilometern ging es dann aber wieder
  • Etwas mehr Durchfall im Osten von Michigan und in New Hampshire, nie während der Etappe.
  • Nach der 54. Etappe habe ich etwas viel Orangen Sorbet gegessen, es war ein quart, also ein knapper Liter.
Außerdem war ich überrascht wie sehr doch meine Ausrüstung geschunden wird:
  • Ich musste Trikot und Hose nähen.
  • Die Sohle der Radschuhe löst sich. Dadurch konnte ich nicht mehr richtig ausklicken und musste zum Teil die Sohle dazu mit der Hand drehen. Die Sohle habe ich geklebt.
  • Mein Lenkerband löst sich langsam auf.
  • Die Bremsbelege sind ziemlich runter, sind aber auch schon knapp 20000 km alt.
  • Meine Hosen und Trikots (und wohl auch meine Unterhosen) passen nicht mehr und sehen auch nicht mehr neu aus.
Und manchmal hatte ich einfach Pech:
  • Ich habe den Verkäufer gefragt, welches Handy ich kaufen soll. Eines war von Verizon eines von AT&T. Er hat auf das AT&T gezeigt.
  • Starker Wind und Regen haben am 4. Ruhetag mein Zelt auf die Seite gedreht und einiges nass geregnet.
  • Wells Fargo war auch eine Enttäuschung. Der Banker beim Eröffnen des Kontos hatte mir Filialen im ganzen Land versprochen und mich gebeten an meinem letzten Tag in eine zu gehen und das Konto wieder zu schließen. Er wusste, dass ich nach Boston fahre - leider hat Wells Fargo in Vermont, New Hampshire, Maine,  Rhode Island und Massachusetts gar keine Filialen oder ATMs. (Das ist Pech, da ich schlicht die erste (nicht regionale) Bank in Sioux Falls genommen habe. Im Westen hatte ich auch viele ihrer Filialen gesehen, so dass ich ganz optimistisch über ihr Filialnetz war.)