Dienstag, 31. Juli 2012

50. und 51. Etappe

Als ich vom Wäsche waschen (und WLAN) zurück auf dem Zeltplatz war, hat mich Shular damit überrascht, dass wir von Mike und seiner Familie (unseren Nachbarn auf dem Zeltplatz) zum Essen eingeladen sind. Das Abendessen war sehr gut und viel. Es gab gebackene Kartoffeln mit Schinken und Käse dazu Hühnchen. Shular hat den Dollar für die gemeinsamen Einkäufe zurück bekommen. Da er keinen Kocher dabei hat, hätte aufteilen der Nudeln und der Tomaten keinen Sinn gemacht.

50. Etappe
Shular und ich
Ich habe entschieden weiter nach Norden zu fahren. Shular blieb auf der ACA Northern Tier, die eher nordöstlich verläuft. Daher haben wir uns am Morgen mit einem Abschiedsfoto getrennt.
Lake Ontario, Fair Haven State Beach
Als erstes bin ich noch zum Strand gefahren um dan Lake Ontario wenigsten einmal aus der Nähe gesehen zu haben. Die Großen Seen sind zusammen im übrigen etwas mehr als so groß wie die Ostsee (und größer beim Volumen).
Danach ging es dann nach Oswego. Dort habe ich dann "aufgeben" und mir einen neuen Hinterreifen - Continental Gatorskin für 67 USD inkl. Schlauch und Montage - gekauft.
Mein neuer Hinterreifen
Außerdem habe ich entschieden, dass ich nach dem nächsten Platten im Hinterrad den direkten Weg nach Boston nehme und nicht mehr durch Vermont und New Hampshire fahre.
Anschließend führte die Strecke vorbei an einem Atomkraftwerk (ich habe mal sicherheitshalber keine Bilder gemacht, nachdem man hier keine militärischen Anlagen oder Gefängnisse fotografieren darf) nach Norden auf der 3. Die Strecke war, obwohl parallel zum See, sehr wellig. Dadurch wird der Rhythmus ständig gebrochen und man wird verleitet die Abfahrten zu langsam runterzurollen.
Seltsame Verkehrschilder
Auf der Strecke kamen ständig Zeltplätze und da ich irgendwann keine Lust mehr hatte, habe ich einfach am Colonial Court Sandy Creek angehalten. Der Zeltplatz war etwas günstiger als der eigentlich geplante State Park (in dem ich 4 USD dafür bezahlen müsste, dass ich nicht in New York State wohne). Allerdings gab es für 17 USD weder WLAN noch Strom.

(english paragraph)
Shular stayed on the ACA Northern Tier and I went straight to Oswego. We both thier heading for a bicycle store, but in different towns. He needed a new derailer cable. I gave up and finally bought a new tire, a Continental Gatorskin. The guys from Murdock's Bikes were helpful and did not charge me labor for changing the tire. That's there rule, they do not charge tourists labor as they have seen it in Germany.
The new tire feels better than the old one and has a flat protection. I hope that I can run this tire until the next spring. Let's see how it goes. My first experience is not too good. The tire is a little to soft. But so far I did not have a new flat
My way continued north on 3. The road was going up and down not allowing to cycle a constant pace. For the first time on my trip, I simply stop at a campground (there are dozens next to 3), checked the price and decided to stay (Colonial Court CG Sandy Creek, 17 USD).

71.47 km in 3:49:53 (=18.65 km/h)

51. Etappe
Ich habe unter Bäumen gezeltet und es ist nicht besonders kalt geworden, daher gab es am Morgen keinen Tau. Das war sehr angenehm. Ich hätte sogar um 8 losfahren können, habe dann aber erstmal die Schaltung anders eingestellt. Beim Stopp im Radladen gestern musste unbedingt die Schaltung eingestellt werden, leider wurde sie auf hochschalten optimiert, so dass die obersten Gänge gesprungen sind. Ich mag es lieber, wenn die Schaltung sauber runterschaltet und man beim hochschalten ggf. den Schalthebel etwas weiter drücken muss, bis die Kette aufs nächste Ritzel springt. So habe ich sie dann auch eingestellt. Perfekt ist es aber noch nicht.
Zelten unter Bäumen
Es ging dann zunächst weiter nach Norden auf der 3 parallel zum See. Auf den ersten 30 km gab es guten Rückenwind, so dass ich ganz ordentlich ins Rollen kam. Danach ging es östlich weiter nach Watertown, wo ich mal wieder einen ALDI gefunden habe. Watertown war etwas größer und scheint ein Verkehrsproblem zu haben, dadurch hat es etwas länger durch die Stadt gedauert.
Danach ging es dann östlich Richtung Adirondack Mountains. Kurz vor Beginn des Parkes habe ich beim Adirondack 1000 Islands Campground gestoppt. Hier gibt es für 25 USD WLAN und beheizten Indoor Pool aber keinen Strom.
Ich bin inzwischen vom Camp-Manager gewarnt worden, dass ein Gewitter bevorsteht. Es hat auch schon angefangen zu donnern, was ich anfänglich für Gefechtsübungen im nahe gelegenen Fort Drum gehalten habe.

(english paragraph)
I continued on 3 with good tailwind for the first 20 miles. Then the road turned east and the tailwind becomes cross wind. I reached Watertown; stopped at ALDI; checked for a good campground not to far and decided for Adirondack 1000 Islands Campground (a former KOA). The day was easy. I reached the campground at 3 and had some time left for blogging and so. The WiFi at the campground is good, but there is no electric hook-up at my tent-site.
Currently I am sitting in my tent, since we expecting rain and thunderstorms. The camp-manager explicitly warned me and weather.com has a thunderstorm warning till 8 pm.
Update: 7:58 pm it starts raining. There are some lightnings but no thunderstorm warning anymore.

95.77 km in 4:28:14 (=21.42 km/h)

Update: Die Gewitterwarnung ist aufgehoben, aber es hat 2 vor 8 angefangen zu regnen.

Montag, 30. Juli 2012

49. Etappe

Gestern Abend habe ich auf dem Campingplatz noch Schuler Shular getroffen. Anja hatte mir bereits davon erzählt, dass er plant es bis nach Macedons zu schaffen. Als ich dann vom WLAN zurück war, habe ich ihn gleich mit "You must be Shular!" begrüßt. Wir haben dann einen Donut zusammen gegessen und entschieden am nächsten Tag zusammen nach Fair Haven zu fahren. Ich konnte ihn zu einer Abweichung von der ACA Northern Tier, der er wie Robert seit Seattle folgt, überreden um zum einen in Lyons den ALDI aufzusuchen und zum anderen ein paar Meilen zu sparen.
Camping unter einem Dach - der Asphalt war etwas hart

49. Etappe
Am heutigen Sonntag ging es also zunächst auf dem Erie Canal Trail entlang des Kanals nach Palmyra. Der Trail ist wie üblich nicht asphaltiert, rollte aber einigermaßen. In Palmyra sind wir dann auf die NY SR 31 bzw. den Radweg 5 gewechselt und weiter nach Lyons gefahren. Dort haben wir bei ALDI gestoppt und auch gleich einiges gegessen. Ich habe mir ein paar Himbeeren gegönnt. Außerdem haben wir gewürfelte Tomaten, Wiener und Nudeln für das Abendessen gekauft.

Danach ging es auf dem US Hwy 14 weiter nach Norden Richtung Lake Ontario. Ich glaube das war auch ein Radweg - vielleicht 19? In Alton haben wir dann eine ausführliche Mittagspause gemacht und sind dann nach Nordosten weitergefahren. 10 km vor dem Ziel hatte ich den üblichen Platten im Hinterreifen. Vielleicht kaufe ich mir doch noch einen neuen Hinterreifen.
Shular ebenfalls mit Bob Yak

Dank Shulars Pumpe ließ sich der Hinterreifen ziemlich schnell aufpumpen. Die letzten Meilen, eigentlich die letzten 50 der 80 km seit Lyons, ging es ziemlich auf und ab. Alles keine langen Anstiege, aber deutlich steiler als in Wisconsin, Michigan oder Ontario.

Hier in Fair Haven campen wir auf zusammen - des halbierten Preises wegen - für je 11.37 USD auf dem Fair Haven Beach State Park, allerdings - ebenfalls des Preises wegen - ein Stück entfernt vom Strand. Ich habe es auch noch nicht zum Strand geschafft sondern bin nach dem obligatorischen Duschen direkt zum Wäsche waschen zurück nach Fair Haven gefahren. Hier gibt es auch Free WiFi, welches mal wieder auf dem Campingplatz fehlt.
Heute war mal eine Rasur fällig

(english paragraph)
Since Anja mentioned already that Shular is on the way to Macedons, I was able to greet him with "Hey, you must be Shular". We shared two donuts and decided to cycle together to Fair Haven, NY. Instead of following the ACA Route we went through Lyons to stop at ALDI. (In the morning I had to went to McDonald's to check, whether ALDI opens on Sunday or not.)
After Lyons we continued north on Hwy 14 and then followed the ACA Northern Tier to Fair Haven. I had the usual flat in the back wheel, but we arrived at 4 at the campground. The Fair Haven Beach State Park is okay for a state park. It does not have WiFi, but the Laundromat, where I do some laundry now, does.

81.30 km in 4:47:43 (=16.95 km/h)

Sonntag, 29. Juli 2012

47. und 48. Etappe

Ich habe auf dem Campingplatz kein Internet und hier im Cafe meine Camera nicht dabei. Die Fotos werden daher später nachgereicht.

47. Etappe
Am Morgen habe ich mich für ausschlafen (also bis 7) entschieden - wenn man schon mal ein richtiges Bett hat. Das Packen ging im Motel natürlich etwas schneller, so dass ich schon kurz vor 9 an der kanadisch-amerikanischen Grenze war. Vorher habe ich noch meinen letzten kanadischen Dollar für einen Pfirsich-Fruchtsaft ausgegeben, mehr war leider nicht zu bekommen.
Außerdem habe ich zum ersten Mal einen Quarter auf der Straße an einem Ort gefunden, wo ich gefahrlos anhalten konnte. Die anderen lagen immer auf stark befahrenen Straßen in der Mitte von Kreuzungen.
Die Einreise zurück in die USA war relativ einfach. Mal wieder ein paar Fragen zu meinen Reisedaten und auch wenn ich versehentlich June und July verwechselt habe, durfte ich passieren. Ein neuen Stempel gab es dieses Mal nicht, ich habe ja schon einen gültigen für die USA.

Danach ging es dann zu den amerikanischen Fällen und zu Lunar Island. (Wie gesagt die Bilder reiche ich nach.) Auf einen Abstieg zum Fuß der Fälle habe ich verzichtet, da ich am Vortag schon nass genug worden bin.
Seltsame Gesten kann man nicht nur in Pisa machen
Auf Lunar Island habe ich mich dafür mit zwei Hippies unterhalten. Ich habe sie gefragt, ob sie hiken, aber leider hitch-hiken sie nur. Ziemlich interessante Typen, die ihr Essen durch das basteln von Schmuck aus "Steinen" (angeblich Meteoriten, aber ich tippe eher auf Schlacke oder Öl-Klumpen) verdienen. Auch mit dem Plan die Appalachen in Rekordzeit abzuwandern, kann ich nicht im Entferntesten mithalten.

Danach bin ich dann gegen 10:30 zur New York State Road 31 Richtung Erie Canal gefahren, der ich auch morgen noch ein Stück fahren werden. Die 31 führt dann weitest gehend parallel zum Canal und lässt sich besser fahren als der nicht asphaltierte Canal Radweg. Ich wollte zu einem Hiker/Biker Campground, dass sind sehr einfach gehaltene, billige Campingplätze, in Middleport. Unglücklicherweise hatte ich die Webseite falsch in Erinnerung und habe nach dem Campingplatz in Medina (dem nächsten Ort) gesucht. Nach einer Stunde habe ich aufgegeben und bin zum nächsten Hiker/Biker/Boater Campground in Holley kurz vor Rochester gefahren. Durch den späten Start und die erfolglose Suche war ich erst kurz vor 8 auf dem Campingplatz. Dadurch habe ich das Konzert am Hafen verpasst.
Erie Kanal kreuzt Fließgewässer
Der Campingplatz war kostenlos, hatte aber Dusche, Toilette usw. Diese waren in einem Pavillon am Hafen untergebracht. Als Biker musste ich etwa 200m weiter östlich campen. Nun habe ich mich vor einigen Tagen über Amerikaner lustig gemacht, die mit den Auto zu den Waschräumen gefahren. Ich habe dann gestern aber selbst zweimal das Rad genommen (siehe auch "Radfahrer fahren Rad oder liegen auf dem Bett"). Auf dem Campingplatz habe ich Robert getroffen der, die ACA Northern Tier von Seattle nach Maine fährt. Wir haben uns etwas übers Rad fahren unterhalten und ein paar Cookies gegessen. Dann habe ich Nuddeln gekocht und Robert hat sich schlafen gelegt. In der Nacht gab es wieder einen Regenschauer.

Ich habe inzwischen 6000 km zurückgelegt.

(english paragraph)
Crossing the Canadian-American border was again no problem, even with mixing up June and July. In contrast Trevor "lost" his pepper spray when he went into Canada.
I used the New York State Road 31. The road is partially parallel to the Erie Canal. The Erie Canal Bike Trail offers several Hiker/Biker campgrounds, which were not found by Google. The NY SR 31 is not completely correct, I actually used the New York Bikeway 5, which is going mostly on the 31.
I tried to find the Middleport campground in Media - of cause with out success. After continuing to Holley, I found a cheap (0 USD!) campground with shower and restrooms. I also run into Robert, who started in Seattle and is going on the ACA Northern Tier to Maine. (The photos follow soon, say within 3 days. There is not WiFi at the campground and I forgot my camera at the tent.) I have now cycled more than 6000 km.

115.58 km in 6:15:08 (= 18.48 km/h)

48. Etappe
Am Morgen des heutigen Samstag (28.07.2012) habe ich mich noch etwas mit Robert unterhalten. Er hat ebenfalls einen Abschluss in Mathematik, hat dann aber anstelle von finiter Mathematik lieber weiter im Bereich der Informatik gearbeitet. Er wollte, auch aufgrund unserer unterschiedlichen Ziele, nicht zusammen fahren.
Ich habe am Morgen die Schaltung nochmal neu eingestellt und alle Reifen aufgepumpt. Der vordere Reifen verlor seit zwei oder drei Tagen etwas Luft. Er ist halt auch schon 7000-8000 km alt und hat bisher noch keinen Platten gehabt. Der Vorderreifen wird halt deutlich weniger belastet.
Die Route führte zunächst nach Rochester. Ich habe erneut die 31 genommen. In Brockport hatte ich mal wieder einen Platten im Hinterrad. Tja, lässt sich nicht ändern, ich hatte mir eine Glasscherbe eingefahren.
In Rochester war ich dann bei einem Fahrradladen, drei neue Schläuche kaufen und Luft aufpumpen. Beim Aufpumpen des Vorderreifen war dann klar, dass der Schlauch ein Loch hat. Also habe ich auch da gewechselt, so dass ich jetzt noch 4 neue Schläuche habe. Dabei habe ich auch den Reifen gewechselt gegen den, den ich in Spirit Lake gekauft habe und schon mal für 500 km auf dem Hinterrad hatten. Für das Vorderrad ist er aber allemal noch gut genug.
Der alte Reifen hat seine Verschleißmarkierung noch nicht erreicht, so dass ich ihn als Reserve weiter mitführe. Er hat allerdings sehr porösen Gummi und - wer Continental 4000 GS kennt, kennt das Problem - löst sich am Rand auf (das Gewebe verliert Fäden, die sich an der Nabe sammeln). Außerdem hat er viele kleinere Einschnitte.
Es gab ein paar mal leichten Nieselregen und 5 km vor dem ziemlich zeitigen Ziel (nur 70 km von Holley entfernt) einen richtig heftigen Regen. Ich habe erneut einen kostenlosen Hiker/Biker/Boater Campground, dieses mal aber ohne Dusche.
Ich bin dann nach dem Regenschauer nochmal zurück in den nächsten Ort um bei Walmart einzukaufen. Daher waren es am Ende 80.84 km in 3:55:21 (=20.61 km/h). Da die Wettervorhersage unklar ist, hat man mir empfohlen im Feuerwehrpavillon mein Zelt aufzubauen. Damit sollte ich vor weiterem Regen gut geschützt sein.
Am Abend habe ich eine Radfahrerin getroffen, Anja, die am Campingplatz aber lediglich Wasser nachgefüllt hat - ihr Zeitplan zwang sie zum Weiterfahren.
Auf den ACA Routes (eine führt entlang des Erie Canals) trifft man halt deutlich mehr Radfahrer. Dafür sind auch alle Anderen, also Campground Manager, Restaurantpersonal, ...) an Radfahrer gewöhnt.

(english paragraph)
Today was a usual day. Some rain, some more rain, a flat in the back wheel and - that's not usual - one in the front wheel. But the front tire was already running for 7500 km without any flat.
I did only 70 km, since here in Macedon is also a free Hiker/Biker/Boater campground. It has only a Portajohn and no showers. I decided that spending money for food is more fun than spending money for campgrounds.
I meet, Anja, another biker. She started in the Midwest and is heading to her university in Burlington, Vermont.

Tomorrow I will go to Lake Ontario, most likely to the Fair Haven Beach State Park.


Verschiedenes (2)
Amerikaner können kein Brot backen
Das ist ein verbreitetes Vorurteil, vor allem in Deutschland. Da ich kein Graubrot mag, kann ich nur für Weißbrot sprechen. Das Weißbrot in amerikanischen Supermärkten ist so gut wie das in französischen, vorausgesetzt es ist frisch. Leider haben die meisten amerikanischen Supermärkte nur zweimal pro Woche frisches Brot anstatt zweimal täglich wie in Frankreich. Wenn das Brot nicht frisch ist, dann wird es in geschlossenen Plastiktüten verpackt. Ich bin der Meinung, dass jedes Brot in einer geschlossenen Plastiktüte sofort unbrauchbar wird, spezielles Toastbrot zum Aufbacken ausgenommen. Es handelt sich also mehr um ein Handling-Problem als eines der Herstellung. Frisches Brot schmeckt auch hier.

Die amerikanische Vorliebe für Pick-Ups
Auch das ein beliebtes Vorurteil einiger Deutscher, die die Geländewagen im dicht bebauten Deutschland noch nicht wahrgenommen haben. Wenn man in Wyoming wohnt, wo viele Autobahnabfahrten auf nicht asphaltierte Straßen führen, dann ist ein Geländewagen aber deutlich angebrachter.
In den liberaleren, städtischeren Gegend, also Kalifornien, Madison (Wisconsin) oder New York State, sieht man mehr kleinere Autos oder Hybridfahrzeug, als in Nevada oder Wyoming. Das ist aber auch eine Frage der Praktikabilität. Am auffälligsten würde ich noch Utah sehen. Dort waren in dem ärmeren Regionen im Südosten mehr 90er-Jahre-Mittelklasse-Limousinen zu sehen, als im dichteren Zentrum. Dort haben dann wieder SUVs dominiert.

Man nimmt zuviel ab beim Radfahren Siehe Franks Blog: Day 37.

Freitag, 27. Juli 2012

Verschiedenes

Große Dürre in den USA
In einigen deutschen Onlinemedien wird über steigende Weizenpreise und verdorrte Felder berichtet. Wenn man die Felder, die ich gesehen habe, richtig fotografiert, dann sieht es wie eine große Dürre aus. Aber: In Nevada, Utah und Wyoming wächst eh kein Weizen, noch nicht mal Gras, ohne Bewässerung. Daher wird es dort auch kaum Ernteausfälle wegen Trockenheit geben. In South Dakota ist der Winterweizen dieses Jahr noch reif geworden. Der Mais sah auch ganz gut aus. Genauso in Minnesota und Iowa, soweit ich das gesehen habe.
In Wisconsin und Michigan gab es verdorrte Felder. Aber das war sehr lokal. Außerdem gab es in beiden Bundesstaaten Regen als ich da war. In Ontario hat man zum Schutz vor Trockenheit Hecken angelegt, die den Wind und damit die Verdunstung reduzieren.
Maisfeld in Ontario
Überhaupt bin ich etwas unzufrieden mit dem Wetter. Seit ich in Wisconsin angekommen bin, hat es 3 mal tagsüber geregnet und mehrmals nachts. Wenn es nachts nicht geregnet hat, gab es Tau der alles nass gemacht hat. Ich weiß jetzt wieder warum ich campen eigentlich nicht mag - in Nevada war das kein Problem.
Ich kann natürlich nicht in die Pflanzen reinschauen. Wenn ein Feld grün ist, dann ist für mich alles okay. Es kann natürlich sein, dass die Erträge durch Wassermangel geringer sind, aber das kann ich nicht sehen.


Ich sollte mich nicht zu sehr übers Wetter beklagen - Frank war heut nur 20 Meilen vom einem Tornado entfernt: Franks 39. Tag


"Radfahrer fahren Rad oder liegen auf dem Bett"
Ich glaube, ich weiß jetzt warum: Es fehlen schlicht die Muskeln um etwas anderes zu tun. Ich habe in den letzten Wochen relativ selten Treppensteigen müssen. Ich dachte zwar die Muskeln sind nicht so verschieden von den Radfahrmuskeln, es fällt mir aber erschreckend schwer. Gestern war ich am Strand und musste danach eine Holztreppe hoch um zurück zum Campingplatz zu kommen. Das war ziemlich anstrengend.
Noch schlimmer war es am Mount Rushmore: Dort musste ich richtig kämpfen, dass mich ein Paar mit zusammen etwa 300 kg nicht überholt.
In Minnesota bin ich am Abend mal einen steilen, asphaltierten Hang hoch gegangen und auch da war ich ziemlich schnell an meiner Leistungsgrenze. Wenn ich zurück in Deutschland bin, dann brauche ich dringend ein ausgewogeneres Training.


Hunde
Frank hatte das neulich auch in seinem Blog. Hunde die auf der Ladefläche von Pick-ups sitzen und beim Umherfahren so ziemlich alles - insbesondere Radfahrer - pauselos anbellen. Das ist ziemlich nervig und laut.
Freilaufende Hunde, die Radfahrer auf Radwegen oder Straßen hinterherjagen, sollten aber auch illegal sein. Jedenfalls brauchen sich die Besitzer nicht wundern, wenn ein solcher Hund als Roadkill endet.


Roadkill
Leider gibt es ziemlich viel davon. In Ontario scheint man es wie in Deutschland umgehend zu beseitigen. Nicht so aber in den USA. Da wird es meist nur auf den Seitenstreifen geschoben. Ich musste daher schon einmal über Haut und Knochen fahren (links ein Auto, rechts nur Schotter, da blieb keine Alternative, es gab keinen Platten deswegen!). Außerdem ist es erschreckend was alles so getötet wird. Neben allen Arten von Nagetieren habe ich in Michigan auch zwei Schildkröten gesehen. In South Dakota waren es zahllose Heuschrecken und in Wisconsin auch Frösche.
Bart und Karoline aus Utrecht (siehe 8. und 9. Etappe) haben zwei Listen geführt, Tierarten die sie lebend bzw. Tod auf der Straße gesehen haben. Die zweite war länger.

46. Etappe

46. Etappe
Es ging heute nach Niagra Falls, Ontario. Der Ort heißt (wie auch der Ort in New York) so wie die berühmten Wasserfälle. Der Tag war geprägt von Regen. Bereits in der Nacht gab es gegen 2 Uhr starken Regen und Gewitter. Da außerdem meine Nachbarn auf dem Zeltplatz gegen 23 Uhr angefangen haben sich zu unterhalten, wurde es eine unruhige Nacht.
Die Gewitter haben dann nachgelassen und es gab immer wieder Regen. Der Campingplatz lag mit 12.5 km Entfernung von Simcoe, und damit vom nächsten Supermarkt und WLAN, zu weit abseits um einen Tag länger zu bleiben. Die Nachbarn wollte ich auch keine weitere Nacht neben mir haben. Üblicherweise bin ich auf den Zeltplätzen eher ein Spätaufsteher, da ich meist erst 30-60 Minuten nach Sonnenaufgang aufstehe.
Da es kein WLAN auf dem Zeltplatz gab wusste ich nicht, wie stark der Regen wird und woher er kommt. Ich bin dann also losgefahren, zunächst Richtung Norden, dann nach Osten. Die eigentlich geplante Straße war leider in Bau und deswegen nur Schotter. Daher habe ich einen kleinen Umweg vor bei am Lake Erie Stahlwerk gemacht. Der Regen hat immer wieder nachgelassen und auch teilweise ganz aufgehört, aber nur um kurze Zeit später wieder einzusetzen. Ich bin etwa zwei Drittel der Strecke im Regen bzw. auf nasser Straße gefahren. Erst ab etwa 11:30 war es trocken.
Ich war gegen 14:00 in Niagara Falls und habe die Campingplätze an der Einfallsstraße abgeklappert. Die Preise lagen bei 40-50 Dollar (inkl. WLAN und Strom, ohne wären es etwa 35 geworden).
Ich habe dann ein Motel mit Strom und WLAN für 40.60 CAD inkl. Steuern genommen. Ich kann ja rechnen und da das Wetter weiter nach Regen aussah, ist ein festes Zimmer alle mal angenehmer. Die Motelpreise sind vermutlich aufgrund des zu großen Angebotes so niedrig. Es gibt einige zum Verkauf/Vermietung stehende oder geschlossene Motels.
Demgegenüber scheinen die Campingplätze gut zu laufen. Der KOA hat angeblich schon einige Stellplätze für 100 Bucks im Angebot (Google Plus Reviews; KOA scheint nicht zu kapieren, dass sie sich mit solch überteuerten Plätzen die Marke kaputt machen; bevor ich auf einem KOA übernachte, muss ich immer mühsam den Preis durch ausfüllen des Formulars auf der Webseite rausfinden).
Niagara Falls selbst ist ein sehr touristischer Ort. Rund um die Fälle gibt es sowas wie einen Jahrmarkt mit Geisterbahn, Riesenrad, usw., dazu kommen viele Hotels, Motels, Restaurants etc. Es sieht aber alles etwas heruntergekommen aus, scheint in den letzten Jahren nicht besonders zu laufen.
Kanadische Fälle
Die Fälle selbst sind natürlich beeindruckend. Nicht so sehr die Höhe, mehr die Menge an Wasser. Die kanadischen Fälle liefern dabei eher das typische Bild der Niagara Fälle, während die amerikanischen eher wie ein typischer Wasserfall aussehen.
Amerikanische Fälle
Ich habe nicht das volle Touristenprogramm für knapp 50 CAD absolviert, sondern lediglich die Aussichtsplattform am Fuß der kanadischen Fälle und die Gänge hinter den Fällen besucht. Ich war dann doch überrascht, dass man trotz einer gelben Schutzhülle ziemlich nass wird.
Aussichtsplattform
Auf dem Rückweg hat es dann nochmal richtig heftig geregnet - viel stärker als alle anderen Regen des Tages. Da bin ich dann auch völlig nass geworden, natürlich mehr als an den Fällen. Ich habe ein paar kurze Videos von den Fällen aufgenommen. Im Gegensatz zu den letzten Videos, die ich immer noch nicht bearbeitet habe, verspreche ich jetzt aber mal lieber nix.
Morgen früh geht es dann über die Rainbow Bridge zurück in die USA, genauer in den Bundesstaat New York. Ich werde dann etwas Zeit auf der amerikanischen Seite verbringen und dann vermutlich auf der State Road 31 zum Erie Canal Radweg fahren. Sollte es viel Regen geben, werde ich die Etappe aber kurz halten. Im Moment hält der Regen noch an.

(english paragraph)
The day started with thunderstorms during the night and rain in the morning. Since the campground was too far from the next WiFi and the next supermarket staying one day longer was not an option. I started biking around 7:30. After 4 hours the roads were dry for the first time of the day, so I cycled almost two third of the day on wet roads.
In Niagara Falls the campgrounds are expensive, starting at 35 CAD. But the motels cost the same. Of cause I decided for a motel 35 CAD + Tax, including electric hook-ups (:-))and WiFi.
I spend the afternoon visiting the Canadian Horseshoe Falls. Impressive. I did not the full tourist program, but visited the platform near the falls. There was a lot of spray from the falls making me wet again.
But not as wet as the heavy rain, the strongest of the day, on the way back to the motel. Tomorrow I will cross the rainbow bridge and hopefully finish the 6000. kilometer since San Francisco.

Abgesehen vom Regen war es eine einfach Etappe mit glatten, guten Straßen (auf denen das Wasser nicht gut ablief) und Rückenwind. Eine höhere Durchschnittsgeschwindigkeit war aber aufgrund des Regens nicht möglich: 120.53 km in 5:28:15 = 22.03 km/h

Ich habe den vorherigen Beitrag nochmal überarbeitet. Die Überarbeitungen sind nich gekennzeichnet.
Since I have charged the battery of my netbook, I did some updates on the last entry.

Donnerstag, 26. Juli 2012

44. und 45. Etappe

44. Etappe
Mein Rad war das einzige Fahrzeug auf der Fähre
Es ging am Morgen zunächst zurück nach Algonac und dann mit der Fähre zur Insel Walpole. Die Fähre hat zu meiner Überraschung nur einen Dollar gekostet, dafür gab es auch kein Ticket. Die Einreise nach Kanada war relativ problemlos ich musste nur ein paar Fragen beantworten:

  • ob ich Englisch spreche,
  • wo ich hin will,
  • wie lange das dauert,
  • wann mein Rückflug ist und
  • ob mein Gepäck alles ist, was ich mit nach Nordamerika gebracht habe.
Wie in Frankreich versucht man die Städte/Dörfer durch
Blumen zu verschönern
In Kanada habe ich dann zunächst Dresden, Ontario besucht, weil es fast auf dem Weg lag und ich noch etwas trinkbares Wasser brauchte. Das Wasser aus dem Hahn in Algonac war mal wieder zu stark gechlort.
Das Wasser war mit 2.25 für 1.5 Liter sehr teuer, aber ich habe auch keinen billigen Supermarkt gefunden. Es sollte auch keiner mehr bis Port Stanley folgen - und auch keine Tankstelle.
Ich bin dann zur Ontario - 3 gefahren. Diese Straße war sogar auf meiner USA/Nordamerika-Karte (1:4 000 000) eingezeichnet. Ich dachte also, dass die Straße irgendwie durch bewohntes Gebiet führt. Es gab auch immer wieder kleinere Siedlungen, aber auf den 50 km, am Dienstag, keine Tankstelle und keinen Supermarkt. Ich habe dann an einem Heidelbeerstand gehalten und für einen Pint Heidelbeeren und eine Cola 3.75 CAD bezahlt, was gerade noch okay ist.
Die langersehnte Kreuzung - von nun an Rückenwind
Ich hatte außerdem auf diesen 50 km außerdem starken Gegendwind von links vorn, der mich schon mächtig Kraft gekostet hat. Etwa 20 km/h Wind aus etwa 10 Uhr. Dadurch habe ich für diese 50 km etwa 3 Stunden gebraucht. Das geht dann schon gegen die Moral. Auch hatte ich den Eindruck, dass das Rad nicht richtig rollt, was ich aber mit dem Wind und meiner Erschöpfung erklärt habe. Nach der im Bild erwähnten Kreuzung lief es dann richtig gut, kleine Gegensteigung bin ich mit 30 km/h hoch gerollt.
Am Ortseingang von Port Stanley gab es einen von der Adventure Cycling Association empfohlen Campingplatz. 5 CAD für Dixie-Klos, Dusche, reichlich grünes Gras, einen Feuerring und ein Picknick-Tisch
- perfekt. Außerdem gab es in Port Stanley einen Supermarkt.
Am Abend habe ich dann nochmal das Rad geprüft. Das Hinterrad hat leicht geschleift, ich denke aber trotzdem, dass der Wind entscheidend war.

(english paragraph)
Passing the US-Canadian border was no problem at all. Only a few question regarding my route and my gear and I get the permit to stay in Canada until august 18 - one day before I have to leave the US. The hardest part were the 30 miles on Ontario 3. I expected to find at least some gas stations, since the Ontario 3 is marked on my 1:4,000,000 North America map, but there was none. I took a break at a fruit stand and bought a Coke and a pint of blueberries.
The Ontario 3 was hard especially since there was a strong headwind from the left hand side. So after turning right to Port Stanley I had tailwind for the last 10 miles. Near the entry to Port Stanley (on Road 24) there is a campground recommended from the ACA. The campground charges only 5 CAD (or USD) for bikers and offers vault toilets and hot showers.

159.72 km in 7:56:32 (ich war erst nach 7 am Campingplatz) = 20.10 km/h

45. Etappe
Am heutigen Mittwoch ging es dann zunächst zurück zur 3, dem Talbot Trail. Dieser war hier deutlich stärker befahren mit mehr Dörfern und Städten. In Aylmer habe ich bei einem No-frills Supermarkt recht günstig einen Liter Saft bekommen (1.37 CAD). Das war schon fast ein deutscher Preis.
Danach ging es weiter Richtung Osten. Im Gegensatz zu gestern mit etwas Rückenwind. Kurz nach Tilsonburg habe ich Florian getroffen. Da es ganz gut lief, hatte ich Zeit die Richtung zu wechseln, anzuhalten und eine Stunde mit ihm zu plaudern. Er ist aus München und fährt von New York aus Richtung Seattle. Also endlich mal ein Deutscher Radfahrer. Er hat sich relativ kurzfristig entschieden ein Rad dem Auto vorzuziehen. Daher hat er seine Ausrüstung etwas überteuert in New York gekauft. Seine Fitness hat er sich, wie ich, auf den ersten Etappen geholt. Ich habe ihm ein paar Tipps gegeben und wir haben uns über die Schwierigkeiten ausgetauscht. Im Gegensatz zu mir kann er seinen Urlaub aus Überstunden bestreiten und wird von Seattle aus nach Australien weiter fliegen. Leider hatte er heute Gegenwind.
Zwei Deutsche Radfahrer
Anschließend ging es nach Simcoe zum Einkaufen und dann noch 13 km zum Zeltplatz, der im Gegensatz zu gestern leider 32 CAD kostet :-( Ich musste dann auch noch die 13 km zurück nach Simcoe fahren um WLAN zu haben.
Das Staatsoberhaupt ist aber seit geraumer Zeit
eine Königig ?!?
114.80 km in 5:17:10 = 21.71 km/h (es war etwas welliger als gestern)

(english paragraph)
I went back to the Ontario 3, which was more crowed in this section. There are towns with supermarkets and restaurants! The highlight of the day was meeting Florian, another German biker. He is from Munich and will go from New York to Seattle. Before he started he was not trained in biking, but this is not necessary for such a trip. One gets the training in the first weeks anyway. I am a little concerned if he is trained in repairing his bicycle, but since he had two spokes with him, he should be.
I camped 8 miles outside Simcoe on a state conservation area, meaning I had to do 16 miles in the evening for having WiFi.

Weitere Planung
Morgen geht es zu einem Campingplatz südlich von Niagara Falls, Ontario. Die Strecke ist erneut nur 126 km lang, ich sollte also noch etwas Zeit für die kanadische Seite der Fälle haben. Am Freitag will ich dann auf die amerikanische Seite und dort in der Nähe campen.
Damit habe ich anschließend noch etwa 15 Tage zum Radfahren (und 3 für Boston / Cape Cod) übrig. Ich brauche aber nur 6-8, wenn ich zügig weiterfahre. 4-5 der verbleibenden Tage will ich für einen Abstecher zum Mount Washington, dem höchsten Berg von New Hampshire verwenden. Hat jemand einen Vorschlag für die verbleibende Zeit?

My further planning might leave me seven to nine days for additional detours. I think going to Mount Washington (Salite.ch height profile) is a good idea. This will cost 5 days. I would appreciate any further suggestions.

I am sorry, my battery is low. I did some updates.

Dienstag, 24. Juli 2012

42. und 43. Etappe

Leider komme ich zur Zeit kaum zu bloggen. Zum einen sind die Campingplätze hier in Michigan teurer, so dass ich auf State Parks ohne WLAN ausgewichen bin. Zum anderen sind die Etappen etwas länger geworden, so dass mir meist abends die Zeit fehlt. Dadurch muss ich dann einen Teil der weiteren Planung tagsüber machen, was wiederum dazu führt, dass ich abends später ankomme.
Ich fürchte das wird die nächsten Tage in Ontario ähnlich sein.

42. Etappe
Zelten direkt am Maple River
Am Sonntag ging es vom Maple River Campground zunächst Richtung Süden und dann wieder mit etwas Rückenwind nach Osten. Dabei habe ich St. Johns, Ovid, Owosso, Burand passiert, dann Flint gestreift. In Flint habe ich vor allem den Flughafen gesehen und da sah es nicht so schlecht aus.
Danach ging es an Burton vorbei zur Metamora-Hadley State Recreation Area. Dort habe ich für 23 USD gecampt. Am Abend war ich noch in Metamora einkaufen.


Zur Zeit sind hier viele Flaggen auf Halbmast gesetzt.


Inklusive des Abstechers nach Metamora zwecks Einkaufen waren es 166.46 km in 7:30:33 (22.16 km/h).

(english paragraph)
I started southwards. After turning to east I had some tailwind. I passed the south of Flint and finally ended at Metamora-Hadley State Recreation Area.

43. Etappe
Am Morgen habe ich dann endlich den überfälligen Kettenwechsel durchgeführt. Der Ersatzbügel zum Festhalten des Anhängers ließ sich dabei hervorragend zweckentfremden:
Erleichterte das Nieten ungemein
Danach gab es immer wieder kurze Regenschauer, so dass ich mit dem Einpacken nicht so recht voran kam. Ich habe dann schon überlegt es sein zu lassen und einen Tag länger in Metamora zu bleiben. Um einen Regentag bei McDonald's und WLAN zu verbringen, war das aber mit 8km zu weit weg. Der Regen hat dann zum Glück kurz nach 9 endgültig aufgehört. Nach einem kurzen Stopp beim WLAN, ich musste noch schnell lernen, wie man die Schaltung einstellt (leider geht das immer noch nicht so schnell wie in Matrix - das Lernen nicht das Einstellen natürlich).
Ich habe mich außerdem entschieden bei Walmart noch einen Gasbehälter für meinen Kocher zu kaufen. Im Norden des Großraums Detroit sollte es 7 Walmarts geben. Leider musste ich dazu auf die ziemlich stark befahrenen Straßen M-24 und M-59. Die Seitenstreifen waren sehr schmutzig, dadurch hatte ich einen kleinen Draht im Anhänger und später einem im Hinterrad, also mal wieder zwei Platten. Ich habe bei 3 Walmarts gehalten und beim Letzten dann endlich einen Gasbehälter bekommen.
Danach ging es am Lake St. Clair (mehr der Anchor Bay) entlang nach Algonac. Hier campe ich heute Nacht. Morgen früh nehme ich die Fähre nach Kanada und hoffe, dass die Grenzbeamten mich nicht abweisen.
Pearl Beach am anderen Ufer zu erahnen.

(english paragraph)
The first thing today was the chain change. This change was a little late, but I did not find the time earlier. Afterwards I waited until the little rain ended. I headed to the north outskirts of Detroit to find a Walmart selling me new gas for my cooker. The third Walmart finally had some gas for me.
The last part of the day I circle around Anchor Bay (Lake St. Clair) to Algonac. Tomorrow I will take the ferry over the St. Clair River to Canada.
Canada and the St. Clair River

123.71 km in 5:38:25 (=21.92 km/h)