Leider hat mir der Zeitzonenwechsel eine Stunde geklaut. Da ich außerdem spät losgefahren bin, zwischenzeitlich mal Gegenwind hat und eben ein sehr angenehmes Gespräch mit Dan und Char, die vor 25 Jahren 7400 Meilen zusammen durch Nordamerika gefahren sind, fehlt mir leider die Zeit für einen ausführlichen Eintrag.
Die Badlands sind schon eine sehr beeindruckende Landschaft - da zahlt man dann auch gerne 7 USD für die Überquerung des Cedar Pass mit dem Rad.
Der Campingplatz liegt übrigens gar nicht auf dem Pass, sonder 2 Meilen davor im Tal - ich habe gestern nacht also den besseren zweier gleich teurer Plätze erwischt.
Danach hatte ich erst Rückenwind, dann Gegenwind und dann wieder Rückenwind - alles gemischt mit Seitenwind von links. Der Regen zieht weiterhin aus Westen ins Land. Ich bin den Wolken aber heute davon gefahren und hatte in der letzten Stunde sogar Sonnenschein. Das hat zusammen mit den ersten Weizenfeldern ohne Bewässerung (Winterweizen) meine Stimmung am Ende ziemlich aufgehellt.
Ich bin jetzt in Murdo, das schon als größerer Ort in meiner Karte eingezeichnet ist. Murdo besteht dennoch nur aus 3 Tankstellen, etwa 3 Inns, 5 Motels und einem Grocery Store. Dazwischen gibt es noch ein paar Wohnhäuser.
Am Ende waren es etwa 120 km in etwa 6 Stunden. Wie gesagt, ich hole die genaueren Berichte der beiden letzten Tage nach, so bald ich Zeit dafür habe.
Due to the time shift from mountain time to central time I do not have the time for a full report today. The reports of stage 26 and 27 will be written as soon as I have the time.
Samstag, 7. Juli 2012
Freitag, 6. Juli 2012
26. Etappe
Das war die schlimmste bisher.
Die ersten zwei Stunden gingen ganz gut (etwa 46 km). Danach wurde der Ostwind (Gegenwind) stärker. Ich habe dann noch weitere 5 für die verbleibenden 84 km (flach abfallende, leicht wellig) gebraucht. Wenn man bedenkt, dass das die Höhenmeter waren die ich vom Lake Follsom nach Sand Flat gesammelt habe, dann ist das schon sehr traurig.
In Scenic, dem letzten Ort 30 Meilen vor Interior, habe ich das letze Mal meinen Geldbeutel (inkl aller Kredit- und EC-karten (2+1), Safeclubkarte, REI Karte, Miles&More, Führerschein, Bahncard und reichlich Cash, den ich heute morgen abgehoben hatte und am Abend auf meine andere Aufbewahrungsstelle umverteilen wollte, die bis auf 4 USD und 43 EUR leer war) gesehen und damit eine Cola bezahlt, außer Büffelfleisch das einzige was man da kaufen konnte.
Auf dem Weg nach Interior habe ich es dann irgendwo verloren.
In Interior habe ich einen Burger gegessen (Wagoon Wheel Grill und Bar), bezahlt mit dem Geld aus der Börse für Raubüberfälle. Die Bedingung Lulu und ihr Freund Dean hab mir dann bei der leider erfolglosen Suche geholfen. Dean und ich sind mit Lulus Auto nach Scenic zurückgefahren, haben aber nichts gefunden :''-(.
Dean hat mir dann noch 73 USD gegeben, meinen Campingplatz (in Interior) und mein Frühstück für morgen bezahlt und John einen anderen Gast der Bar dazu angestiftet mir 40 USD zu geben. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich soviel Hilfsbereitschaft und Gastfreundlichkeit wieder gut machen kann.
Die erwartete Wetterverschlechterung ist übrigens auch eingetreten. Trotz Ostwind am Boden kommt das Unwetter aus Westen. Bei solchen Wetterlagen gibt es angeblich besonders viel Regen. Mein Zelt steht unter einem kleinen Dach, was zumindest vor Regen, nicht aber vor Blitzen schützt. Ich fühle mich hier im Tal aber sicherer als auf dem Pass. Nach Regen sieht es auf jeden Fall aus, Gewitter könnte auch vorbeiziehen.
Aufgrund all dessen bin ich dann auch nicht mehr zum Cedar Pass gefahren. Dafür hatte ich auf dem Weg von der Bar zum Zeltplatz einen platten im Hinterreifen, den ich aber erst morgen flicken werde.
Um meine Kreditkarten zu sperren habe ich erst eine Calling Card gekauft, da man hier die Münztelefone der Handys wegen abgeschafft hat. Mein Handy funktioniert leider nicht. Nachdem die Calling Card lediglich für die EC Karte gereicht habe, habe ich dann noch bei peterzahlt.de 10 EUR (Lastschrift in Deutschland funktioniert halt immer) für Gespräche sehr miserabler und guter Qualität ausgegeben (wobei der Verbindungsaufbau etwa 12 mal nicht geklappt hat).
Ich besitze jetzt noch 123.50 USD und 43 EUR, ein Frühstück morgen und einen Kupon für einen Burger bei Arbys, meine Ausrüstung (warum kann nicht einfach was verloren gehen, was ich eh nicht brauche, wie zum Beispiel meine Kopfschmerztabletten?) und ein paar Lebensmittel, die für morgen noch reichen sollten.
So, für mehr habe ich heute keinen Bock mehr (insbesondere Bilder, reiche ich vielleicht nach, wenn es mir besser geht).
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Donnerstag, 5. Juli 2012
3. Ruhetag - Mount Rushmore
Ich habe heute lediglich 27 Meilen aus den Black Hills heraus nach Rapid City zurückgelegt. Einschließlich eines kurzen Abstechers zum Mount Rushmore und einer Runde durch Rapid City waren es zwar 70.82 km in 4:05:21 (17.31 km/h), trotzdem halte ich das für einen Ruhetag. Morgen steht dann mit 130 km kontinuierlich leicht abfallender Strecke wieder richtiges Radfahren auf dem Programm.
Heute ist Nationalfeiertag, weshalb es vermutlich okay ist mit Nationalflagge auf dem Shirt rumzulaufen, wie es viele tun. Nicht okay finde ich aber Sprüche wie: "if you don't stand behind our troops feel free to stand in front of them".
Ich bin also die etwa 10 Meilen vom Campingplatz nach Mount Rushmore gefahren. Zum Glück war es weniger hügelig als ich erwartet hatte.
Danach ging es nach Keystone, dann durch den 5. Tunnel
und schon war Rapid City erreicht. Ich bin am Nachmittag noch die 10km in die Stadt reingerollt. Die Supermärkte haben hier ja zum Glück an fast jedem Tag, also auch heute, geöffnet.
Heute ist Nationalfeiertag, weshalb es vermutlich okay ist mit Nationalflagge auf dem Shirt rumzulaufen, wie es viele tun. Nicht okay finde ich aber Sprüche wie: "if you don't stand behind our troops feel free to stand in front of them".
Ich bin also die etwa 10 Meilen vom Campingplatz nach Mount Rushmore gefahren. Zum Glück war es weniger hügelig als ich erwartet hatte.
Danach ging es nach Keystone, dann durch den 5. Tunnel
| 5. Tunnel? |
Auf dem Rückweg bin ich noch eine kurze Runde Go-Kart gefahren - ist schon schön, wenn man einfach nur auf's Gas drücken muss. Ansonsten dominiert heute die Entspannung.
Update: Im Moment gibt es nordöstlich von mir keine Waldbrände. Da ich bisher die Maske nicht gebraucht habe, werde ich versuchen sie bei Walmart zurück zugeben.
Update2: Ich habe eben den Wetterbericht angeschaut. Es gibt in den nächsten Tagen (bis einschließlich Samstag) im Süden von South Dakota überall zwischen 30 und 50% Niederschlagswahrscheinlichkeit. Morgen außerdem Ostwind mit 10 mph. Außerdem soll es zu vereinzelten Gewittern kommen. Das ist natürlich nicht optimal für Camping auf einem Pass (Cedar Pass, Badlands ist geplant). Ggf. muss ich also meinen Plan morgen kurzfristig ändern und entweder in Interior (vor dem Pass) übernachten oder nach Kadoka - vermutlich billiger dafür 27 Meilen extra (dann wären es 106 insgesamt, bei flacher Strecke, vom Cedar Pass abgesehen).
Update: Im Moment gibt es nordöstlich von mir keine Waldbrände. Da ich bisher die Maske nicht gebraucht habe, werde ich versuchen sie bei Walmart zurück zugeben.
Update2: Ich habe eben den Wetterbericht angeschaut. Es gibt in den nächsten Tagen (bis einschließlich Samstag) im Süden von South Dakota überall zwischen 30 und 50% Niederschlagswahrscheinlichkeit. Morgen außerdem Ostwind mit 10 mph. Außerdem soll es zu vereinzelten Gewittern kommen. Das ist natürlich nicht optimal für Camping auf einem Pass (Cedar Pass, Badlands ist geplant). Ggf. muss ich also meinen Plan morgen kurzfristig ändern und entweder in Interior (vor dem Pass) übernachten oder nach Kadoka - vermutlich billiger dafür 27 Meilen extra (dann wären es 106 insgesamt, bei flacher Strecke, vom Cedar Pass abgesehen).
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Mittwoch, 4. Juli 2012
25. Etappe
25 Etappe
Es ging heute (Dienstag, 03.07.2012) von Newcastle zum Campingplatz Crooked Creek. Es gab heute leider keinen Rückenwind, deswegen habe ich den Alternativplan heute noch an Mount Rushmore vorbei nach Rapid City zu fahren verworfen - nagut um ehrlich zu sein, es lag auch an den Hügel und an meinen schweren Beinen - ist einfach nicht gut gerollt heute. Damit gibt es dann Morgen am Feiertag eine sehr kurze Etappe.
Die Strecke begann heute sehr flach bis zur Staatsgrenze.
Danach ging es in die Black Hills und es wurde zunächst hügeliger und später bergiger. Die zunächst sanften Hügel wiesen nur vereinzelt tiefere Einschnitte auf.
Etwas später wurde es dann bergiger. In der Nähe von Jewel Cave gab es auch mal 7% Gefälle und leider auch Steigungen. Meine armen Knie. Die Bäume sahen aber auch nicht gut aus.
Ich habe dann in der Nähe von Jewel Cave Rast gemacht. Die Jewel Cave selbst habe ich aus Zeitgründen nicht besucht.
Danach ging es in die einzige Stadt heute, nach Custer. Die Stadt ist stark touristisch geprägt, daher etwas hübscher als die durchschnittliche amerikanische Stadt, aber nicht wirklich nett. Custer habe ich nach Norden verlassen und kurz vor Schluss noch einen Stopp am Crazy Horse Memorial gemacht. Dieses wird, sollte es mal fertig sein, deutlich größer, aber genauso entweihend, als Mount Rushmore sein.
Danach bin ich dann zum Crooked Creek Campground gerollt. Der Campground ist mal wieder überraschend billig, 20 USD laut Internet, 15 laut erster Auskunft und 10+Tax habe ich am Ende bezahlt.
Heute waren es nur 86.03 km für die ich mit 5:09:10 länger als gestern gebraucht habe (Durschnitt 16.69 km/h).
Ausblick
Ich bin bisher seit meiner Ankunft in San Francisco 2973 km gefahren. Leider hat sich dabei die Strecke bis nach Boston nur von 3098 auf 1930 Meilen reduziert. Rechne ich morgen mit ein habe ich für knapp 1200 Meilen 28 Tage (inkl. der Ruhetage aber ohne die 2 in San Francisco und die 4 in Napa) gebraucht. Daher bräuchte ich für die verbleibenden 1900 Meilen noch 44 Tage, unter Einrechnung der Fähre über den Lake Michigan noch reichlich 42 Tage. Es sind aber nur noch 40 Tage übrig. Daher werde ich versuchen die Strecke geradliniger zu wählen und mehr Meilen pro Tag zurück zulegen. Ab Freitag werde ich daher der Interstate 90 nach Osten folgen. Das hat auch den Vorteil, dass es parallel zur Interstate mehr Zeltplätze gibt.
Wie gesagt geht es morgen über Mount Rushmore nach Rapid City (28 Meilen). Am Donnerstag dann zum Cedar Pass in den Badlands (80 Meilen). Von da aus dann ab Freitag wirklich parallel zur Interstate Richtung Osten.
PS: Der Beitrag fällt etwas kürzer aus, weil die erste Version leider verloren ging.
Es ging heute (Dienstag, 03.07.2012) von Newcastle zum Campingplatz Crooked Creek. Es gab heute leider keinen Rückenwind, deswegen habe ich den Alternativplan heute noch an Mount Rushmore vorbei nach Rapid City zu fahren verworfen - nagut um ehrlich zu sein, es lag auch an den Hügel und an meinen schweren Beinen - ist einfach nicht gut gerollt heute. Damit gibt es dann Morgen am Feiertag eine sehr kurze Etappe.
Die Strecke begann heute sehr flach bis zur Staatsgrenze.
| Staatsgrenze zu South Dakota |
| Sanfte Hügel mit Einschnitten |
| Bäume oberhalb von Jewel Cave |
Ich habe dann in der Nähe von Jewel Cave Rast gemacht. Die Jewel Cave selbst habe ich aus Zeitgründen nicht besucht.
Danach ging es in die einzige Stadt heute, nach Custer. Die Stadt ist stark touristisch geprägt, daher etwas hübscher als die durchschnittliche amerikanische Stadt, aber nicht wirklich nett. Custer habe ich nach Norden verlassen und kurz vor Schluss noch einen Stopp am Crazy Horse Memorial gemacht. Dieses wird, sollte es mal fertig sein, deutlich größer, aber genauso entweihend, als Mount Rushmore sein.
| Crazy Horse und Ich |
Heute waren es nur 86.03 km für die ich mit 5:09:10 länger als gestern gebraucht habe (Durschnitt 16.69 km/h).
Ausblick
Ich bin bisher seit meiner Ankunft in San Francisco 2973 km gefahren. Leider hat sich dabei die Strecke bis nach Boston nur von 3098 auf 1930 Meilen reduziert. Rechne ich morgen mit ein habe ich für knapp 1200 Meilen 28 Tage (inkl. der Ruhetage aber ohne die 2 in San Francisco und die 4 in Napa) gebraucht. Daher bräuchte ich für die verbleibenden 1900 Meilen noch 44 Tage, unter Einrechnung der Fähre über den Lake Michigan noch reichlich 42 Tage. Es sind aber nur noch 40 Tage übrig. Daher werde ich versuchen die Strecke geradliniger zu wählen und mehr Meilen pro Tag zurück zulegen. Ab Freitag werde ich daher der Interstate 90 nach Osten folgen. Das hat auch den Vorteil, dass es parallel zur Interstate mehr Zeltplätze gibt.
Wie gesagt geht es morgen über Mount Rushmore nach Rapid City (28 Meilen). Am Donnerstag dann zum Cedar Pass in den Badlands (80 Meilen). Von da aus dann ab Freitag wirklich parallel zur Interstate Richtung Osten.
PS: Der Beitrag fällt etwas kürzer aus, weil die erste Version leider verloren ging.
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Standort:
Unbekannter Ort
Dienstag, 3. Juli 2012
24. Etappe
24. Etappe
Am heutigen Montag ging es von Gillette über Moorcroft, Upton und Osage nach Newcastle. Als erstes wollte ich heute morgen nochmal an einer Tankstelle Luft in meinem Anhängerreifen füllen. Zur Erinnerung der Verkäufer von REI hatte versprochen, dass das an jeder Tankstelle in den USA geht. Leider habe ich bei 4 der 6 Tankstellen in Gillette keine Luft gefunden und beiden anderen zweien waren entweder 50ct oder 1 Dollar nötig. In Moorcroft ging es dann kostenlos.
Ich hatte guten Rückenwind, die Landschaft war recht eintönig, deshalb habe ich nur sehr wenige Fotos. Hier mal wieder was über Züge:
Kurz nach Gillette kam erst ein Kohlekraftwerk und dann diese Ansammlung von Güterzügen. Es ist schon beeindruckend wenn man mehr als 5 Minuten an einem stehenden Zug entlang fährt.
Wie gesagt der Wind stand gut und so war ich schon nach 2 Stunden im etwa 26 Meilen entfernten Moorcroft. Dort habe ich eine kleine Pizza gegessen und bin dann weiter mit noch besserem Rückenwind nach Upton gefahren. Dieses Dorf bezeichnet sich als das weltbeste, was ich so nicht bestätigen kann. Überhaupt sehe ich hier ziemlich oft Werbung, die ich so nicht erwarte. Ein Motel sollte zum Beispiel immer sauber sein und nicht damit werben. Auch Einschätzung wie bester Service in der Stadt sollte man lieber dem Kunden überlassen.
Ich habe dann auf der Raststätte kurz nach Upton nochmal eine Pause eingelegt.
Danach ging es nach Osage vorbei am ältesten und noch im Betrieb befindlichen Ölfeld der Gegend. Dort wird schon seit 93 Jahren Öl gefördert.
Irgendwie passt die lange Förderdauer nicht so recht zum Peak-Öl Konzept, allerdings wurden die Förder- und Bohrtechniken in den letzten 100 Jahren erheblich weiter entwickelt. Hier in der Gegend wird jedenfalls immer noch an neuen Förderanlagen gebaut. Daher teile ich den Campingplatz mit Motel auch mit zahlreichen Pipeline-Bauarbeitern - ähnlich wie schon in Diamondville.
In Diamondville, um das noch kurz einzuschieben, habe ich zwei Gründe gegen Obama gehört. Die Pipeline-Bauarbeiter, die auf Wochenbasis für 5-10.000 USD für 70-80 Stunden in einer Woche arbeiten, sind sauer auf Obama, weil er die Keystone XL-Pipeline abgelehnt hat. Angeblich sollten 20 Mrd. USD in einem Jahr verbaut werden, was geschätzten 500.000 Amerikaner und weiteren 500.000 Menschen im Rest der Welt (Multiplikatoreffekt) für ein Jahr Arbeit verschafft hätte. Und die Pazifisten sind sauer auf Obama, weil er a) die Kriege noch nicht beendet hat und b) Frankreich in Libyen mit Waffen unterstützt hat.
Kurz vor Newcastle gab es noch einen Waldbrand, den ich nicht erwartet hatte - also entweder neu oder übersehen. Durch den Einsatz von Helikoptern haben sie den relativ kleinen Brand aber vermutlich bald unter Kontrolle. Hier in Newcastle hat isch der Rauch inzwischen verzogen.
Mein Zelt habe ich heute unbeabsichtigt etwa 15 m von einer Eisenbahnstrecke entfernt aufgebaut. Vermutlich brauche ich also Gehörschutz heute Nacht.
Morgen geht es dann nach 13 Meilen über die Grenze nach South Dakota, Richtung Custer und später zu einem etwas nördlicher liegenden Zeltplatz in der Nähe des Crazy Horse Memorial. Die Strecke morgen wird etwas kürzer werden.
Heute waren es 129.98 km in 5:02:05 also 25.81 km/h. Unterm Strich ging es etwa 500 ft nach unten, so dass eher der Wind und die relativ flache Strecke für die hohe Geschwindigkeit verantwortlich sind.
Am heutigen Montag ging es von Gillette über Moorcroft, Upton und Osage nach Newcastle. Als erstes wollte ich heute morgen nochmal an einer Tankstelle Luft in meinem Anhängerreifen füllen. Zur Erinnerung der Verkäufer von REI hatte versprochen, dass das an jeder Tankstelle in den USA geht. Leider habe ich bei 4 der 6 Tankstellen in Gillette keine Luft gefunden und beiden anderen zweien waren entweder 50ct oder 1 Dollar nötig. In Moorcroft ging es dann kostenlos.
Ich hatte guten Rückenwind, die Landschaft war recht eintönig, deshalb habe ich nur sehr wenige Fotos. Hier mal wieder was über Züge:
| Güterzüge |
Wie gesagt der Wind stand gut und so war ich schon nach 2 Stunden im etwa 26 Meilen entfernten Moorcroft. Dort habe ich eine kleine Pizza gegessen und bin dann weiter mit noch besserem Rückenwind nach Upton gefahren. Dieses Dorf bezeichnet sich als das weltbeste, was ich so nicht bestätigen kann. Überhaupt sehe ich hier ziemlich oft Werbung, die ich so nicht erwarte. Ein Motel sollte zum Beispiel immer sauber sein und nicht damit werben. Auch Einschätzung wie bester Service in der Stadt sollte man lieber dem Kunden überlassen.
Ich habe dann auf der Raststätte kurz nach Upton nochmal eine Pause eingelegt.
| Raststätte |
| Ölpumpe bei Osage |
In Diamondville, um das noch kurz einzuschieben, habe ich zwei Gründe gegen Obama gehört. Die Pipeline-Bauarbeiter, die auf Wochenbasis für 5-10.000 USD für 70-80 Stunden in einer Woche arbeiten, sind sauer auf Obama, weil er die Keystone XL-Pipeline abgelehnt hat. Angeblich sollten 20 Mrd. USD in einem Jahr verbaut werden, was geschätzten 500.000 Amerikaner und weiteren 500.000 Menschen im Rest der Welt (Multiplikatoreffekt) für ein Jahr Arbeit verschafft hätte. Und die Pazifisten sind sauer auf Obama, weil er a) die Kriege noch nicht beendet hat und b) Frankreich in Libyen mit Waffen unterstützt hat.
Kurz vor Newcastle gab es noch einen Waldbrand, den ich nicht erwartet hatte - also entweder neu oder übersehen. Durch den Einsatz von Helikoptern haben sie den relativ kleinen Brand aber vermutlich bald unter Kontrolle. Hier in Newcastle hat isch der Rauch inzwischen verzogen.
Mein Zelt habe ich heute unbeabsichtigt etwa 15 m von einer Eisenbahnstrecke entfernt aufgebaut. Vermutlich brauche ich also Gehörschutz heute Nacht.
Morgen geht es dann nach 13 Meilen über die Grenze nach South Dakota, Richtung Custer und später zu einem etwas nördlicher liegenden Zeltplatz in der Nähe des Crazy Horse Memorial. Die Strecke morgen wird etwas kürzer werden.
Heute waren es 129.98 km in 5:02:05 also 25.81 km/h. Unterm Strich ging es etwa 500 ft nach unten, so dass eher der Wind und die relativ flache Strecke für die hohe Geschwindigkeit verantwortlich sind.
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Montag, 2. Juli 2012
23. Etappe
Nachtrag zur 22. Etappe:
Es gab gestern im Anstieg noch eine zweite Baustelle. Etwa zwei Stunden nach Ten Sleep waren 5 Meilen der Straße im Bau. Zum Glück war aufgrund des Wochenendes die Baustelle nicht im Betrieb, wodurch die Straße weiterhin zweispurig war. Es war allerdings die Straßendecke bereits entfernt, so dass ich über festgefahrene Erde fahren musste. Kritisch wurde es, wenn Autos überholen wollten, dann musste ich auf den weniger festen Randbereich ausweichen.
23. Etappe:
Um die Strecke nach Gillette nicht unnötig schwierig zu machen habe ich mich heute (So. 01.07.2012) für die Interstate 90 entschieden. Hier in Wyoming darf man diese Autobahnen mit dem Fahrrad benutzen. Das ist auch ziemlich ungefährlich, da der 2.5 m breite Sicherheitsstreifen genug Platz bietet und auch den Autos genug Abstand lässt. Da Sonntag ist, waren auch weniger Trucks unterwegs - ein Sonntagsfahrverbot gibt es natürlich nicht. Auf der Interstate habe ich mich an das Halteverbot (außer in Notfällen) gehalten, weshalb es nur ein Bild gibt.
Die Strecke war deutlich welliger als ich erwartet hatte. Das machte mir zunächst zusammen mit dem Südwest Wind, der auf der zunächst nach Süden führenden Strecke von vorn kam, mächtig zu schaffen. Außerdem spürte ich natürlich auch noch die 22. Etappe in den Beinen.
Die erste und einzige Möglichkeit zur Rast war die Rest Area nach ungefähr der Hälfte der Strecke. Etwa 400m vorher hatte ich einen Platten im Rad des Anhängers. Ich bin dann noch bis zum Schatten der Raststätte weitergerollt. Dort habe ich Fred, einen Radfahrer getroffen der seit 4.5 Jahren mit Unterbrechungen unterwegs ist - dieses Jahr seit Anfang Januar. Er fährt zickzack durch die Staaten. Er hat mir mit seiner Pumpe ausgeholfen. Bei meiner war die CO2-Patrone alle und ich habe beim Wechseln die Pumpe aufgedreht ohne die Patrone vollständig zu entleeren. Vermutlich habe ich sie dabei kaputt gemacht.
Nachdem Wechsel wollte ich noch zur Tankstelle fahren um eine Cola zu kaufen. Freds Akzent habe ich nicht richtig verstanden und habe sein "closed" als "close by" also nah interpretiert. Wir sind dann beide noch von den Thomsons auf Sandwich und Cola eingeladen wurden. Danach habe ich Fred angeboten zusammen weiter zu fahren (er fährt auch in Richtung Osten bzw. South Dakota), was er aber mit Hinweis auf seinen kaputten Knie ausgeschlagen hat.
Ich bin dann alleine losgefahren. Die Strecke verlief jetzt gerade nach Osten und der Wind kam deutlich besser von hinten. Dadurch war auch die Welligkeit der Strecke weit weniger schlimm. Nach etwa 10 km hatte ich aber erneut einen Platten am Anhänger - was bedeutet, dass ich hätte flicken müssen, da ich keinen ganzen 16er Schlauch mehr hatte. Im Reifen habe ich eine Tackerklammer (so eine für Holz) und einen ähnlich großen Metallstift gefunden. Ich wollte Flicken und habe dazu eine neue Patrone in die Pumpe geschraubt, die sich dann aber sofort selbstständig entleert hat. Das gleiche ist dann mit meiner letzten Patrone passiert - wie gesagt ich habe die Pumpe vermutlich vorher durch Fehlbedingung beschädigt.
Damit waren dann meine Möglichkeiten stark begrenzt: Ich habe es zunächst mit Reifen ohne Schlauch versucht, was überhaupt nicht gerollt ist. Ohne Reifen ging es etwas besser, allerdings hat das Rad sehr viel Verschleiß gezeigt, so dass ich das dann nach 500m auch gelassen habe.
Es gab also nur noch zwei Möglichkeiten: Trampen oder auf Fred warten. Auf Fred warten habe ich aus mehreren Überlegungen heraus ausgeschlossen. Zum Einen war er mir nicht richtig sympathisch. Ich habe vor Jahren in Cantana auf Sizilien einen Mann gesehen der seit 10 Jahre einen Wagen quer durch Europa zieht um gegen Krieg zu demonstrieren. Der Mann sah eher aus wie ein Penner, als wie ein Demonstrant. Fred hat mich leicht an ihn erinnert. Zum Anderen hat Fred deutlich gesagt, dass er ziemlich langsam ist. Das Reparieren eines der Reifen hätte auch mit einer Pumpe vermutlich mindestens eine halbe Stunde in Anspruch genommen. Damit wäre auch ich nicht mehr vor 18:30 in Gillette angekommen, für ihn wäre es vielleicht sogar knapp geworden noch vor Einbruch der Dunkelheit anzukommen. Vor Gillette gab es keine sinnvolle Möglichkeit zu campen, abgesehen von der Raststätte in der Mitte der Strecke. Da Fred erwähnt hatte, dass man da campen könnte und das er gerne lange Mittagspause macht, bestand auch die Gefahr, dass er an meiner Stelle heute gar nicht mehr vorbeikommt.
Damit blieb dann bloß noch trampen. Ich habe dann mit meiner Fahne gewunken bis ein älteres Ehepaar mit Wohnmobil aus Gillette angehalten hat - nach weniger als 20 Fahrzeugen - Amerikaner sind schon extrem hilfsbereit und gastfreundlich. Die beiden haben mich dann zum Walmart in Gillette gebracht, wo ich eine neue Pumpe und einen neuen Schlauch bekommen habe. Ich denke, die alte Pumpe bekommt REI bei nächster Gelegenheit, also in Boston, zurück.
Bisher war mir das Prinzip Walmart ja unklar geblieben. Ein Geschäft, in dem man auch am Sonntag alles bekommt, hat jedoch seine Vorzüge, wenn man etwas exotisches wie einen 16er Schlauch braucht. Vermutlich macht Walmart ganz guten Umsatz am Sonntag und ist vermutlich auch deswegen in Deutschland nicht vertreten.
Die Etappe war heute also 30 Meilen kürzer als geplant, daher nur 73.46 km in 3:57:11 (18.58 km/h). Ich hoffe es wird morgen auf dem Weg nach Newcastle nahe der Grenze zu South Dakota mehr.
Bisher war Wyoming der gastfreundlichste Bundesstaat. Trotzdem versuche ich ihn relativ zügig zu verlassen, wie die letzten Etappe deutlich gemacht haben. Dafür gibt es zwei Ursachen: Ich vermute leicht hinter dem Zeitplan zu liegen. Außerdem ist es nicht viel anders als in Nevada und Utah (außerhalb der Metropolian Region um Salt Lake City): Es gibt kaum Bäume, welliges bis bergiges Terrain, wenige und kleine Siedlungen (es sind einfach zu viele Strecken auf denen es 20, 30 oder wie heute 67 Meilen keine Tankstelle oder Supermarkt gibt) und zur Zeit viel grün-gelbes Gras.
Ich bin gerade dabei meine Schläuche zu Flicken. Der eine hat vier Löcher die ich versuche mit drei Flicken zu stopfen. Der andere hat fünf Löcher, für dich ich mindestens 4 Flicken bräuchte - was sich wohl nicht mehr lohnt. Ich werde morgen bei Walmart wohl noch einen Schlauch kaufen und mir bis dahin überlegen, ob es einer mit Selbstheilung wird oder nicht?
(english paragraph)
It was a really bad day. After the half distance from Buffalo to Gillette I had a flat trailer wheel. I repaired it at the rest area under some trees. Shortly after I had the next flat. Unfortunately I broke my pump during the first repair. So I had to hitchhike to Gillette. I remember the guy in San Francisco, who sold me the trailer. We discussed if I can get a tube with a Slaverand velve, so that I can use my pump. He said for 16" tubes there is no other valve then Schraeder (I guess that is true.). And he said, you do not need a pump you can pump up the tube on every gas station in the US. The problem is: For instance in Wyoming (and also in California, Nevada and Utah) you sometimes have a gas station only every 20, 30 or even 67 miles like today. REI will definitely get back the old, broken pump as soon as I passed one of their stores. The only problem is: Either I take a detour through Minneapolis/St. Paul or the next store is in Boston. If I had bought the pump by Walmart it would be much easier ...
Update:
So langsam entwickelt sich auch das Flicken des "besseren" Schlauches zum Albtraum. Drei Flicken haben bisher nicht gereicht, mal sehen wie es nach dem Vierten aussieht. Ich brauch dann morgen auch neue Flicken ...
Update 2:
Es gibt noch einen langsamen Druckverlust im geflickten Schlauch. :-(
Es gab gestern im Anstieg noch eine zweite Baustelle. Etwa zwei Stunden nach Ten Sleep waren 5 Meilen der Straße im Bau. Zum Glück war aufgrund des Wochenendes die Baustelle nicht im Betrieb, wodurch die Straße weiterhin zweispurig war. Es war allerdings die Straßendecke bereits entfernt, so dass ich über festgefahrene Erde fahren musste. Kritisch wurde es, wenn Autos überholen wollten, dann musste ich auf den weniger festen Randbereich ausweichen.
23. Etappe:
Um die Strecke nach Gillette nicht unnötig schwierig zu machen habe ich mich heute (So. 01.07.2012) für die Interstate 90 entschieden. Hier in Wyoming darf man diese Autobahnen mit dem Fahrrad benutzen. Das ist auch ziemlich ungefährlich, da der 2.5 m breite Sicherheitsstreifen genug Platz bietet und auch den Autos genug Abstand lässt. Da Sonntag ist, waren auch weniger Trucks unterwegs - ein Sonntagsfahrverbot gibt es natürlich nicht. Auf der Interstate habe ich mich an das Halteverbot (außer in Notfällen) gehalten, weshalb es nur ein Bild gibt.
Die Strecke war deutlich welliger als ich erwartet hatte. Das machte mir zunächst zusammen mit dem Südwest Wind, der auf der zunächst nach Süden führenden Strecke von vorn kam, mächtig zu schaffen. Außerdem spürte ich natürlich auch noch die 22. Etappe in den Beinen.
Die erste und einzige Möglichkeit zur Rast war die Rest Area nach ungefähr der Hälfte der Strecke. Etwa 400m vorher hatte ich einen Platten im Rad des Anhängers. Ich bin dann noch bis zum Schatten der Raststätte weitergerollt. Dort habe ich Fred, einen Radfahrer getroffen der seit 4.5 Jahren mit Unterbrechungen unterwegs ist - dieses Jahr seit Anfang Januar. Er fährt zickzack durch die Staaten. Er hat mir mit seiner Pumpe ausgeholfen. Bei meiner war die CO2-Patrone alle und ich habe beim Wechseln die Pumpe aufgedreht ohne die Patrone vollständig zu entleeren. Vermutlich habe ich sie dabei kaputt gemacht.
Nachdem Wechsel wollte ich noch zur Tankstelle fahren um eine Cola zu kaufen. Freds Akzent habe ich nicht richtig verstanden und habe sein "closed" als "close by" also nah interpretiert. Wir sind dann beide noch von den Thomsons auf Sandwich und Cola eingeladen wurden. Danach habe ich Fred angeboten zusammen weiter zu fahren (er fährt auch in Richtung Osten bzw. South Dakota), was er aber mit Hinweis auf seinen kaputten Knie ausgeschlagen hat.
| Rastplatz mit kostenlosen Toilletten |
Ich bin dann alleine losgefahren. Die Strecke verlief jetzt gerade nach Osten und der Wind kam deutlich besser von hinten. Dadurch war auch die Welligkeit der Strecke weit weniger schlimm. Nach etwa 10 km hatte ich aber erneut einen Platten am Anhänger - was bedeutet, dass ich hätte flicken müssen, da ich keinen ganzen 16er Schlauch mehr hatte. Im Reifen habe ich eine Tackerklammer (so eine für Holz) und einen ähnlich großen Metallstift gefunden. Ich wollte Flicken und habe dazu eine neue Patrone in die Pumpe geschraubt, die sich dann aber sofort selbstständig entleert hat. Das gleiche ist dann mit meiner letzten Patrone passiert - wie gesagt ich habe die Pumpe vermutlich vorher durch Fehlbedingung beschädigt.
Damit waren dann meine Möglichkeiten stark begrenzt: Ich habe es zunächst mit Reifen ohne Schlauch versucht, was überhaupt nicht gerollt ist. Ohne Reifen ging es etwas besser, allerdings hat das Rad sehr viel Verschleiß gezeigt, so dass ich das dann nach 500m auch gelassen habe.
Es gab also nur noch zwei Möglichkeiten: Trampen oder auf Fred warten. Auf Fred warten habe ich aus mehreren Überlegungen heraus ausgeschlossen. Zum Einen war er mir nicht richtig sympathisch. Ich habe vor Jahren in Cantana auf Sizilien einen Mann gesehen der seit 10 Jahre einen Wagen quer durch Europa zieht um gegen Krieg zu demonstrieren. Der Mann sah eher aus wie ein Penner, als wie ein Demonstrant. Fred hat mich leicht an ihn erinnert. Zum Anderen hat Fred deutlich gesagt, dass er ziemlich langsam ist. Das Reparieren eines der Reifen hätte auch mit einer Pumpe vermutlich mindestens eine halbe Stunde in Anspruch genommen. Damit wäre auch ich nicht mehr vor 18:30 in Gillette angekommen, für ihn wäre es vielleicht sogar knapp geworden noch vor Einbruch der Dunkelheit anzukommen. Vor Gillette gab es keine sinnvolle Möglichkeit zu campen, abgesehen von der Raststätte in der Mitte der Strecke. Da Fred erwähnt hatte, dass man da campen könnte und das er gerne lange Mittagspause macht, bestand auch die Gefahr, dass er an meiner Stelle heute gar nicht mehr vorbeikommt.
Damit blieb dann bloß noch trampen. Ich habe dann mit meiner Fahne gewunken bis ein älteres Ehepaar mit Wohnmobil aus Gillette angehalten hat - nach weniger als 20 Fahrzeugen - Amerikaner sind schon extrem hilfsbereit und gastfreundlich. Die beiden haben mich dann zum Walmart in Gillette gebracht, wo ich eine neue Pumpe und einen neuen Schlauch bekommen habe. Ich denke, die alte Pumpe bekommt REI bei nächster Gelegenheit, also in Boston, zurück.
Bisher war mir das Prinzip Walmart ja unklar geblieben. Ein Geschäft, in dem man auch am Sonntag alles bekommt, hat jedoch seine Vorzüge, wenn man etwas exotisches wie einen 16er Schlauch braucht. Vermutlich macht Walmart ganz guten Umsatz am Sonntag und ist vermutlich auch deswegen in Deutschland nicht vertreten.
Die Etappe war heute also 30 Meilen kürzer als geplant, daher nur 73.46 km in 3:57:11 (18.58 km/h). Ich hoffe es wird morgen auf dem Weg nach Newcastle nahe der Grenze zu South Dakota mehr.
Bisher war Wyoming der gastfreundlichste Bundesstaat. Trotzdem versuche ich ihn relativ zügig zu verlassen, wie die letzten Etappe deutlich gemacht haben. Dafür gibt es zwei Ursachen: Ich vermute leicht hinter dem Zeitplan zu liegen. Außerdem ist es nicht viel anders als in Nevada und Utah (außerhalb der Metropolian Region um Salt Lake City): Es gibt kaum Bäume, welliges bis bergiges Terrain, wenige und kleine Siedlungen (es sind einfach zu viele Strecken auf denen es 20, 30 oder wie heute 67 Meilen keine Tankstelle oder Supermarkt gibt) und zur Zeit viel grün-gelbes Gras.
Ich bin gerade dabei meine Schläuche zu Flicken. Der eine hat vier Löcher die ich versuche mit drei Flicken zu stopfen. Der andere hat fünf Löcher, für dich ich mindestens 4 Flicken bräuchte - was sich wohl nicht mehr lohnt. Ich werde morgen bei Walmart wohl noch einen Schlauch kaufen und mir bis dahin überlegen, ob es einer mit Selbstheilung wird oder nicht?
(english paragraph)
It was a really bad day. After the half distance from Buffalo to Gillette I had a flat trailer wheel. I repaired it at the rest area under some trees. Shortly after I had the next flat. Unfortunately I broke my pump during the first repair. So I had to hitchhike to Gillette. I remember the guy in San Francisco, who sold me the trailer. We discussed if I can get a tube with a Slaverand velve, so that I can use my pump. He said for 16" tubes there is no other valve then Schraeder (I guess that is true.). And he said, you do not need a pump you can pump up the tube on every gas station in the US. The problem is: For instance in Wyoming (and also in California, Nevada and Utah) you sometimes have a gas station only every 20, 30 or even 67 miles like today. REI will definitely get back the old, broken pump as soon as I passed one of their stores. The only problem is: Either I take a detour through Minneapolis/St. Paul or the next store is in Boston. If I had bought the pump by Walmart it would be much easier ...
Update:
So langsam entwickelt sich auch das Flicken des "besseren" Schlauches zum Albtraum. Drei Flicken haben bisher nicht gereicht, mal sehen wie es nach dem Vierten aussieht. Ich brauch dann morgen auch neue Flicken ...
| Endlich dicht? |
Es gibt noch einen langsamen Druckverlust im geflickten Schlauch. :-(
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Von San Francisco nach Cape Cod
Sonntag, 1. Juli 2012
22. Etappe
22. Etappe
Wie gestern schon erwähnt, ging es am heutigen Samstag von Worland über Ten Sleep und den Powder River Pass nach Buffalo. Ich habe also wie geplant Buffalo erreicht. Aufgrund des sehr hohen Passes und der Länge würde ich sagen war das heute die schwerste geplante Etappe (Fallon-Austin war ja nicht geplant).
Nachdem ich den Wecker doch noch auf 5:50 umgestellt habe, ging es dann um 7:45 aufs Rad. Es ging zunächst nicht besonders gut los - ich hatte das Zelt und den Schlafsack schlecht auf den Trailer befestigt, dadurch ging beides in der ersten Baustelle nach etwa 2 km verloren. Eine Bauarbeiterin (vermutlich etwas höher im Rang) hat mir dann freundlich aber bestimmt angeboten mich ans Ende der Baustelle zu fahren. Das habe ich natürlich gerne angenommen, da ich dadurch etwa 50 hm und 7 km gespart habe. Danach habe ich dann alles neu befestigt, so dass es auch gehalten hat.
Der Weg nach Ten Sleep war deutlich hügeliger als erwartet. Ich war von einer flachen Strecke ausgegangen.
Entgegen der Prognose hab ich in Ten Sleep weder Rauch noch Feuer gesehen. Vermutlich ist es doch schon gelöscht. Bisher bin ich ganz gut durchgekommen und habe die Atemmaske umsonst mitgeschleppt. Mal sehen, ob ich weiter Glück habe.
Nach Ten Sleep ging es entlang des gleichnamigen Baches ein Tal hoch.
Die Strecke wurde jetzt teilweise ziemlich steil. Es folgten zahlreiche Campingplätze, so dass ich jeder Zeit hätte übernachten können - ein deutlicher Vorteil dieser Strecke gegenüber der Variante Shoshoni - Casper (die durch ein verrauchtes Tal führt).
Kurz vor der Passhöhe passierte die Straße noch einen See.
Zum Glück sind die Straßen hier alle relativ flach ansteigend gebaut. Ich war ein paar mal unter 8 km/h bei 6-7% Steigungen. Wenn es wie in Europa üblich 10% Steigungen gäbe, dann würde es mit meinen Gängen ziemlich eng werden. Allerdings führen die Straßen dafür öfter mal in Wellen nach oben. Dann hatte ich es 4:45 nach dem Verlassen von Ten Sleep endlich bis zum Pass geschafft. Das Ende kam etwas überraschend, da ich etwas mehr als 60 Meilen im Kopf hatte, es aber nur etwa 55 Meilen sind. Besser so als andersherum.
Der bisher höchste Punkt den ich mit dem Rad erreicht habe. Danach ging es dann in einer langen Abfahrt, unterbrochen von ein paar Gegensteigungen in etwa 2.5 Stunden nach Buffalo. Insgesamt war ich einschließlich Pausen etwa zehn Stunden unterwegs. Dabei habe ich 140.97 km zurückgelegt und habe 8:35:31 auf dem Rad gesessen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit von 16.40 km/h spiegelt den langen Anstieg wieder.
Da ich den heißesten Teil des Tages auf über 2000 m Höhe verbracht habe, bin ich der Hitze ausgewichen. Es war heute aber in Buffalo wieder ziemlich warm (90°F, 32°C).
Der Zeltplatz in Buffalo ist mit 26.25 USD relativ teuer, aber in Buffalo sind sie alle in der Preisklasse. Morgen geht es vermutlich über die Interstate 90 nach Gillette.
Wie gestern schon erwähnt, ging es am heutigen Samstag von Worland über Ten Sleep und den Powder River Pass nach Buffalo. Ich habe also wie geplant Buffalo erreicht. Aufgrund des sehr hohen Passes und der Länge würde ich sagen war das heute die schwerste geplante Etappe (Fallon-Austin war ja nicht geplant).
Nachdem ich den Wecker doch noch auf 5:50 umgestellt habe, ging es dann um 7:45 aufs Rad. Es ging zunächst nicht besonders gut los - ich hatte das Zelt und den Schlafsack schlecht auf den Trailer befestigt, dadurch ging beides in der ersten Baustelle nach etwa 2 km verloren. Eine Bauarbeiterin (vermutlich etwas höher im Rang) hat mir dann freundlich aber bestimmt angeboten mich ans Ende der Baustelle zu fahren. Das habe ich natürlich gerne angenommen, da ich dadurch etwa 50 hm und 7 km gespart habe. Danach habe ich dann alles neu befestigt, so dass es auch gehalten hat.
Der Weg nach Ten Sleep war deutlich hügeliger als erwartet. Ich war von einer flachen Strecke ausgegangen.
| Abfahrt zwischen Worland and Ten Sleep |
Nach Ten Sleep ging es entlang des gleichnamigen Baches ein Tal hoch.
Die Strecke wurde jetzt teilweise ziemlich steil. Es folgten zahlreiche Campingplätze, so dass ich jeder Zeit hätte übernachten können - ein deutlicher Vorteil dieser Strecke gegenüber der Variante Shoshoni - Casper (die durch ein verrauchtes Tal führt).
Kurz vor der Passhöhe passierte die Straße noch einen See.
| Meadowlark Lake |
| Powder River Pass |
Da ich den heißesten Teil des Tages auf über 2000 m Höhe verbracht habe, bin ich der Hitze ausgewichen. Es war heute aber in Buffalo wieder ziemlich warm (90°F, 32°C).
Der Zeltplatz in Buffalo ist mit 26.25 USD relativ teuer, aber in Buffalo sind sie alle in der Preisklasse. Morgen geht es vermutlich über die Interstate 90 nach Gillette.
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